Der Irrsinn mit der schwarzen Katze

Schwarze Katze mit grünen Augen auf schwarzem Hintergrund

Die schwarze Katze – ungefähr so Unglück bringend wie Freitag der 13 oder durch eine Leiter durchzugehen. Womöglich sogar noch schlimmer! Doch was ist da überhaupt dran? Alles Ammenmärchen oder wissenschaftlicher Fakt? Wir untersuchen passend zu Halloween, dem Fest der Geister und des Mysteriösen.

Frühe Anfänge

Im Zeitalter des Tutanchamun & der Nofretete, sprich im alten Ägypten, waren schwarze Katzen genau wie alle anderen Katzen. Ihre Hauptaufgabe bestand darin, die Kornspeicher und alle weiteren Essenslager von den ungeliebten Mäusen zu befreien und so die Nahrungsmittelgrundversorgung im Nildelta zu sichern. Schwarzen Katzen ging es vielleicht sogar noch ein Stückchen besser, denn der Gott der Katzen, Bastet, wurde oft als Frau mit einer schwarzen Katze dargestellt. Schwarze Katzen waren somit ein wandelndes Abbild Gottes auf Erden, also zunächst weit gefehlt mit dem Pech der schwarzen Katze.

In der keltischen Mythologie begann sich dieses Glück dann aber allmählich ins Unglück zu wandeln: Dort gab es die Katze Sith, eine schwarze Katze mit einem weißen Fleck auf der Brust. Dieser wurde nachgesagt, dass sie die Seele einer verstorbenen Person stiehlt, ehe die Götter dieser habhaft werden könnten. Darum wurden Totenwachen eingeführt, damit die Toten mit ihrer intakten Seele beerdigt werden konnten und nicht Katze Sith auf dem Grab Platz nimmt.

Im Mittelalter verfestigte sich dieses Bild der unglücksbringenden schwarzen Katze. In Zeiten der Hexenverfolgung wurde den dunklen Katzen eine Verbindung zu den Hexen nachgesagt. Sie wurden zum Bild des Heidentums und zur Verkörperung des Teufels deklariert. Schlussendlich stellten sie auch einen wahren Unglücksfall für viele ihrer Besitzer dar, da man Hexen nachsagte, dass diese sich in schwarze Katzen verwandeln könnten. So wurden Besitzer solcher Katzen zuweilen präventiv hingerichtet. Zudem heißt auch heute noch einer der bekanntesten Zaubersprüche „Abra Kadabra, Simsalabim dreimal schwarzer Kater!“, eine Assoziation mit Zauberei und der Katze gibt es bis heute.

Schwarze Katze sitzend vor hellbraunem Hintergrund
Schwarze Katzen – Unglücks- oder Glücksbringer? Beides? Gar nichts?

Schwarze Katze, kein Problem?

Bis heute zieht sich dieses Bild der schwarzen, unglücksbringenden Katze durch unsere Kultur. An Halloween wird so häufig die schwarze Katze als Symbol für die schaurige Stimmung benutzt und auch bis heute gilt das Kreuzen einer schwarzen Katze von links als Zeichen von Unglück. Warum von links? Auch dies hat seinen Ursprung in der mitteleuropäischen Kultur, genauer gesagt im Christentum. Dort war die linke Seite beim Jüngsten Gericht die Seite, auf der alle schlechten, unchristlichen Seelen standen, während auf der rechten Seite die guten Menschen versammelt waren.

Aber selbst in Europa gibt es Unterschiede in der Wahrnehmung schwarzer Katzen. So bedeutet in Schottland ein Antreffen einer schwarzen Katze vor der Tür einen bald bevorstehenden Geldsegen und steigenden Wohlstand. In Großbritannien sowie auch in Japan bedeuten schwarze Katzen im Allgemeinen einfach Glück. Läuft die schwarze Katze einem Erkrankten über den Weg, wird dessen Krankheit schlecht verlaufen. Springt eine schwarze Katze gar auf ein Krankenbett, wird der Kranke kurz danach sterben. So heißt es zumindest in einigen Kulturkreisen.

Auch in der Seefahrt steht der schwarzen Katze eine ganz besondere Rolle zu. Sie kann zum einen Glück bringen, wenn sie an Bord ist oder auch bei den daheim wartenden Familien wohnt. Wenn die schwarze Katze jedoch ein Schiff betritt und direkt wieder verschwindet, bedeutet dies, dass das Schiff bei der nächsten Reise versinken wird.

Wir halten fest: Schwarze Katzen hatten eine bewegte Geschichte. Von Göttern zu Hexen zu Glücks- und auch Unglückstieren, die schwarze Katze hat eine enorme mythologisch aufgeladene Geschichte. An dem Ganzen ist aber nachweislich nichts dran. Die einzige Konsequenz, die wirklich messbar ist, ist, dass aus Tierheimen weniger schwarze Katzen adoptiert werden als die der anderen Farben. Der falsche Aberglaube hat also leider Gottes schwerwiegende und unberechtigte Konsequenzen. Wir halten es da eher mit dem chinesischen Philosoph Konfuzius (551-479 v.Chr.):

„Ob es Unglück bringt, wenn Dir eine schwarze Katze über den Weg läuft, hängt alleine davon ab, ob Du ein Mensch oder eine Maus bist.“

 

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